Unihockey, eine Mannschaftssportart aus der Stockballfamilie

Der Ursprung liegt in dem Bandy-Sport, aus dem auch Eishockey und das Rollhockey entstanden sind. In den 70er Jahren entwickelten die Schweiz, Finnland und Schweden das Spiel gemeinsam. Ganz entscheidend hat der Schweizer Teamleiter Kloten Flyers, Rolf „Hurti“ Wiedmer dazu beigetragen. Worum geht es im Detail?

Es ist ein Hallenhockey, bei dem hinter den Toren das Spiel weitergeht. Beim Unihockey unterscheidet der Beobachter zwischen Grossfeld (40 Meter lang und 20 Meter breit) und Kleinfeld (24 Meter lang und 14 Meter breit). Auf dem Spielfeld befinden sich sechs Bullypunkte. Für das Anspiel wird der Mittelpunkt gewählt. Am Rande des Spielfeldes befinden sich das Spielersekretariat, zwei Strafbänke und die zwei Spielerbänke. Unihockey ist in der Schweiz, Finnland, Schweden und Tschechien weit verbreitet.

Swiss Unihockey

Der Verband Swiss Unihockey vertritt die Schweiz in der Sportart. Gegründet wurde Swiss Unihockey im Jahre 1985. Vier Jahre später nahm der Dachverband des schweizerischen Sports den Verband unter seine Obhut, heute Swiss Olympic Association. Durch die Aufnahme etablierte sich die junge Sportart bei alten Verbänden. 1986 gründete sich der Unihockey-Weltverband International Floorball Federation (IFF), durch den Zusammenschluss von Schweden, Finnland und der Schweiz. Mit mittlerweile über 32.000 Lizenzierten ist Unihockey der zweitgrösste Mannschaftssport im Land. Die Hochburgen sind Bern, Zürich und Chur.

Steigende Beliebtheit

Der Sport ist dynamisch, schnell und voller Emotionen. Grundsätzlich brauchen die Spieler nicht mehr als einen Ball und einen Stock. Das Spiel fördert den Teamgeist und macht es für Jugendliche attraktiver. Das Durchschnittsalter liegt bei 15 bis 25 Jahren. Regelmässig wird in der Schweiz auf Vereins- und nationaler Ebene um Medaillen gespielt. Unabhängig, ob Frauen- oder Herrenfinale, es ist live im Schweizer Fernsehen zu bewundern. Durch die IFF ist es sogar möglich, alle Spiele der Nationalliga live anzuschauen, unter swissunihockey-tv. Die Eigeninitiative der Vereine brachte das Mannschaftsspiel in der Schweiz enorm voran, mit steigenden Zahlen.